Zentraler Kontakt

Darmzentrum Reutlingen
Sekretariat Prof. Dr. Zimmermann
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Sekretariat Prof. Dr. Kubicka
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Krankheitsbilder

Die häufigsten Krankheitsbilder bei Beschwerden im Darmbereich sind:

Bösartige Darmerkrankungen

Dick- und Mastdarmkrebs (kolorektales Karzinom)

Die Chance auf Heilung beim Dick- und Mastdarmkrebs ist exzellent – eine frühe Diagnose und eine qualitativ hochwertige Therapie vorausgesetzt.

Herausragende Bedeutung kommt daher den Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen zu. Daneben entscheidet die Qualität der Behandlung über das Schicksal der Betroffenen. Kliniken, die eine bestmögliche Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen anbieten, werden durch die Deutsche Krebsgesellschaft als „Darmkrebszentrum“ empfohlen. Das Darmzentrum Reutlingen gehört dazu.

Erblicher Darmkrebs (HNPCC)

Gendefekt als Ursache

Als hereditäres non-plypöses kolorektales Karzinom (HNPCC) bezeichnet man einen vererblichen Darmkrebs. Die Ursache ist ein Gendefekt. Bei ungefähr 10% aller Patienten mit einem Darmkrebs liegt ein HNPCC vor. Es handelt sich dabei insbesondere um jüngere Patienten, meist unter 50 Jahre alt. Daher ist es bei jüngeren Patienten wichtig, danach zu fragen, ob bereits andere Familienmitglieder von einem Darmtumor betroffen waren. Dann sollte nicht nur bei dem Tumorpatienten selbst, sondern auch bei deren nächsten Angehörigen gezielt nach dem defekten Gen gefahndet werden.

Wir vermitteln gerne einen Beratungstermin bei unserem Kooperationspartner, dem Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Tübingen (siehe Kooperationspartner).

Weiterführende Infos

Einen ersten Risikotest zum erblichen Darmkrebs finden Sie unter: www.krebsrisikotest.de.

Gutartige Darmerkrankungen

Die Behandlungs- und Kooperationspartner bieten Patienten mit gutartigen, chronischen Darmerkrankungen, ebenso Patienten mit proktologischen Krankheitsbildern eine umfassende, an den Leitlinien der medizinischen Gesellschaften und neuesten medizinischen Erkenntnissen orientierte Betreuung.

Divertikelkrankheit (Divertikulitis)

Divertikel sind Ausstülpungen der Schleimhaut durch die Muskulatur der Darmwand. Kommt es zur Entzündung dieser Divertikel, meist infolge einer Verlegung einer Ausstülpung mit Stuhlkeimen, so spricht man von Divertikelkrankheit (Divertikulitis).

Eine Divertikulitis geht mit heftigen Schmerzen im linken Unterbauch, häufig mit Fieber einher. Schlimmstenfalls kann es zum Darmdurchbruch mit Bauchfellentzündung kommen, der eine Notoperation erforderlich macht.

Eine Divertikulitis wird zunächst medikamentös mit Antibiotika behandelt. Die Indikation zur Operation wird gestellt, wenn wiederholte Entzündungschübe auftreten. Dann wird minimal-invasiv (in Schlüssellochtechnik) der betroffene Darmabschnitt entfernt.

Morbus Crohn, Colitus ulcerosa (CED-Syndrom)

Bei den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa) handelt es sich um gutartige Erkrankungen, die typischerweise mit Durchfällen und Schmerzen einhergehen. Die Behandlung ist eine Domäne der konservativen (medikamentösen) Therapie und erfolgt gemäß den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften in der Regel durch unsere Kooperationspartner, die niedergelassenen Gastroenterologen (siehe Kooperationspartner) und die Gastroenterologen am Klinikum (Medizinische Klinik I).

Die Indikation zur Operation ist nur selten gegeben. Sie wird – immer gemeinsam von Gastroenterologen und Chirurgen - dann gestellt, wenn es durch die chronische Entzündung zu Komplikationen, wie zum Beispiel Fisteln, Darmengen (Stenosen), Abszessen, gekommen ist oder heftige Entzündungsschübe medikamentös nicht beherrschbar sind.

Proktologie (zum Beispiel Hämorrhoidalleiden)

Sehr viele Menschen leiden unter lästigen, teils quälenden Beschwerden am After. Neben dem sehr häufigen Hämorrhoidalleiden bereiten zum Beispiel Fissuren, Fisteln, Marisken oder Abszesse Beschwerden.

Unsere Patienten werden zunächst durch unsere externen Kooperationspartner, die niedergelassenen Gastroenterologen, betreut. Wird eine Operation notwendig, können sich Patienten in der proktologischen Sprechstunde der Chirurgischen Klinik (Anmeldung: Frau Nixdorf, 07121 200-3427) vorstellen.

In der chirurgischen Klinik werden sämtliche modernen Operationsverfahren (z. B. Stapler-Hämorrhoidektomie nach Longo, dopplersonographisch gesteuerte Hämorrhoidalarterienligatur (HAL) durchgeführt.


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